Gardasee

Blick auf Maderno – ein Gewitter zieht auf wie des öfteren braut sich nachmittags über den Bergen was zusammen
Der Monte Baldo mit dem höchsten Gipfel Monte Adria 2254 Meter hoch hat im April noch meistens Schnee hoch oben



Der See – ich bemühe mal wieder Wikipedia uns ein bisschen Infos zu geben.

Der Gardasee ist der grösste See Italiens und nach der Stadt Garda benannt. Sein antiker Name lautete  Lacus benacus. Der Name soll von einer alten Gottheit namens Benacus abstammen. Erste Besiedlungen des Seeufers datieren um das Jahr 2000 v. Chr.

Der Gardasee fiel zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert unter den Einflussbereich der Scaliger – die Herren von VErona – , die zahlreiche Burgen insbesondere an den östlichen und südlichen Uferorten errichteten. Teilweise noch gut erhalten in Malcesine, Torri, Lazise und Sirmione

Im 15. Jahrhundert wurde der See und seine Uferorte zum Schauplatz im Kampf um die Vorherrschaft in Oberitalien zwischen dem Herzogtum Mailand unter den Viscontis und der Republik Venedig. Als militärische Glanzleistung zählte hierbei der Transport einer venezianischen Flotte vom Etschtal über die Berge nach Torbole im Jahr 1439, ein von der Republik Venedig. Mit der im Frieden von Lodi 1454 festgelegten Grenze am Fluss Adda fiel der Gardasee endgültig unter den Einflussbereich der Dogenrepublik. Letztere baute insbesondere Peschiera am strategisch wichtigen Abfluss des Mincio zur Festung aus.

Viele Armeen zogen in den folgenden Jahrhunderten durch Land und der See gehörte mal dem Kaisertum Österreich – die Nordspitze sogar mal zum Königreich Bayern, Napoleon Bonaparte zog auch schon lang –

Was heute noch gefeiert wird ist in Solferino im Süden vom See

„Die Schlacht von Solferino am Südufer war die Entscheidungsschlacht im Sardinischen Krieg zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich Sardinien und dessen Verbündetem Frankreich unter Napoléon III. Durch die Niederlage der Österreicher bei Solferino am 24. Juni 1859 wurde der Weg zur Einigung Italiens frei gemacht. Die Grausamkeit der Schlacht und die Hilflosigkeit der verwundeten Soldaten veranlassten Henry Dunant (1828–1910) zur Gründung des Roten Kreuzes.

Nun zum Schluss ist er italienisch geworden und wir nur noch in den Ferien grösstenteils von den Bayern besiedelt. Ist ja auch nur ein Katzensprung über den Brenner – durch schöne Südtirol und – schon ist man da.

Auch Goethe genoss den Gardasee auf seiner Reise nach Italien und von ihm kommt der Spruch – “ Kennst du das Land wo die Zitronen Blühen“. Gerade in Limone wurden früher Zitronen angebaut da der Gardasee meist ein mildes Klima hat. Die Zitronengewächshäuser, die Limonaia hatten einen rein praktischen Nutzen. Diese Limonaias hatten einen ganz speziellen Aufbau – Voraussetzung für die Anlage einer Limonaia war ein Bach, der das Gewächshaus mit Wasser versorgte, und die Möglichkeit, die empfindlichen Pflanzen vor Wind und Wetter zu schützen und mussten auch regelmäßig im Winter geheizt werden – das geschah durch einfache Holzfeuer.

Kulinarisch hat der Gardasee sowieso viel zu bieten

Es liegen mehrere Weinanbaugebiete rund um den See

  • Südlich von Desenzano del Garda liegt das Lugana-Gebiet
  • Östlich vom Gardasee finden sich die Gebiete des Bardolino- und des Soave-Weins
  • Ebenfalls östlich zwischen dem Gardasee und Verona liegt das Valpolicella-Gebiet
  • von Salo bis Dezenzano das Valtenesi

Köstliches Olivenöl

Der Gardasee ist ebenfalls für seine zahlreichen Olivenbaumkulturen bekannt. Dank des milden Klimas werden hier bereits seit der Antike Oliven angebaut und Öl gewonnen.

Fisch

  • Die Gardaseeforelle ist eine Fischart aus der Familie der Lachsfische, die ausschließlich im Gardasee vorkommt.
  • Der Lavaret ist der meist geschätzte Fisch des Gardasee. Er ist mittelgroß und schlank, meist 30 bis 50 cm und 4 kg schwer. Er ist leicht an seiner besonderen Pupille zu erkennen. Der Name Coregonus bedeutet „eckige Pupille“ und in der Tat ist seine Pupille nach vorne etwas zugespitzt. 
  • Der Forellenbarsch wurde Anfang dieses Jahrhunderts in den Gardasee eingeführt.
  • Die Forelle wird als Königin des Sees bezeichnet; sie ist immer seltener im Gardasee zu finden. Sie pflanzt sich im letzten Teil des Nebenflusses vom Gardasee, dem Sarca, und in einigen Teilen des kleinen Flusses Toscolano am Westufer fort

Käse

  • Der Bagòss ist ein sehr schmackhafter Käse aus dem Dorf Bagolino
  • Der Käse Formaggella di Tremosine wird in Tremosine herstellt
  • Der Käse Tombea ist ein Kuhmilchkäse. Er wird noch in Almhütten hergestellt

und vieles mehr welches man in den vielen Restaurant geboten bekommt.

Eine Reise rund um den See

Gardone am Westufer des Sees

In Gardone sind Spuren einer Burg mit einer dem Erzengel St. Michele gewidmeten Kapelle (der Erzengel der Langobarden) zu finden. Der Name selbst ist ein Programm, das sich aus dem lateinischen „Garda“ oder dem gotischen „Warda“ (Wache der Straßen) herleitet. Dass die Mönche von Leno Laendereien in der Region besassen, wird durch ein Schriftstueck bestaetigt, das 958 von Berengario dem Zweiten und Adalberto erlassen wurde. In Folge dessen scheint die Gemeinde von Gardone dem Bischof von Brescia zu gehören und daraufhin wird die Familie Ugoni Grundbesitzer, die die Region bis zum Aussterben der Familie im Jahr 600 regiert. Die Bürger gelangen somit in Besitz der Burg und befestigen den Graben und dessen Mauern. Die Stadt verteidigt seine Unabhängigkeit von Salò, erweitert seine Stärke und sein Hoheitsgebiet. Als die gesamte Fläche um den See während des spanischen Erbfolgekrieges von den feindlichen Armeen besetzt wird, faellt Gardone nach der Invasion der Imperialen Truppen 1704 in die Haende der Angreifer und am 23. April 1706 liefern sich die deutsche und französisch-spanische Armee eine Schlacht ohne Tabus.

Der Frieden kehrt 1714 ein und dauert fast ein Jahrhundert, aber die Treue von Gardone wird von Venedig 1797 mit Plünderungen durch die französischen Truppen Napoleons hinterhaeltig verraten. Die Riviera von Salò wird von Desenzano anektiert und wird am Ende Teil der Republik Cisalpina. Die Restaurierung, die mit der Rückkehr der österreichischen Herrschaft im Jahre 1815 einhergeht, fördert die Entwicklung des Tourismus, die mit der Vereinigung Italiens waechst.

Der Österreicher Luigi Wimmer, hat Gardone die Kleinstadt mit dem Bau des aktuellen Grand Hotel verschönert. Wimmer der mit 17 Jahren der Armee von Piemonte beitritt und mit Garibaldi kämpft. Im Jahre 1875 begibt er sich zur Behandlung der Lunge nach Gardone, in das er sich verliebt. Das milde Klima und die Schönheit des Sees machen den Rest und das kleine Dorf der Fischer, Bauern und Bergarbeiter wandelt sein Gesicht sehr schnell. Herr Wimmer wird im Jahre 1881 zum Bürgermeister gewählt und bleibt es bis zu seinem Tod zwei Jahre später.

Im Schweif des Erfolges von Wimmer und seinem Hotel entstehen weitere Hotels, Gasthöfe und Pensionen: Es entwickelt sich eine bedeutende touristische Aktivität, die die gesamte Küste zwischen Maderno und Salò umfasst. Viele vermögende Österreicher und Deutschen lassen prunkvolle Häuser errichten.

Der Erste Weltkrieg unterbricht das ausländische Interesse an dem Klima-Zentrum; Gardone wird durch Gabriele D’Annunzio wiederbelebt, der sich im Jahre 1921, nach der „Impresa Fiume“, hier niederlaesst und mit dem Bau des Vittoriale beginnt. Gardone wird bald der bevorzugte Ort von verschiedenen Künstlern, unter ihnen der Maler Gregory Sciltian und der Bildhauer Francesco Messina. Nach dem Krieg ist auch Winston Churchill hier zu Gast.

Zu den wichtigsten Attraktionen in Gardone zählen

der Vittoriale in Gardone Sopra -heute ein Museum

sehenswert ist der botanische Garten Hruska in Unter-Gardone, erschaffen ‚900 von Arturo Hruska, Naturforscher und Arzt. Der Wissenschaftler, der auch der Zahnarzt des Zaren war, hat hier ca. 2000 Sorten Pflanzen und Blumen in einem Garten von nur einem Hektar untergebracht, bewegt von scenographischen Effekten, eingebettet in einem Gewirr von Wegen, Felsen und Wasserfällen.

der Turm von San Marco,

Daneben liegt die rote Villa Fiordaliso, heimliche Unterkunft von Claretta Petacci, der Geliebten von Mussolini waehrend der Republik von Salò.

Fangen wir unseren Spaziergang langsam an am besten von oben nach unten – da läuft es sich gemütlicher-

Wir haben sicherlich bestens geschlafen und ein herrliches Frühstück gehabt – zum Beispiel in Gardone Sopra im AgliAngeli und von dort können wir unsere kleine Erkundung beginnen.

Gardone Sopra – ein nettes kleines Örtchen oberhalb von Gardone – deswegen „sopra“ mit vielen kleinen und sehr guten Restaurants, hübschen Gässchen und ein paar Geschäften.

Aber wie es in Italien ist die katholische Kirche – die Nikolaikirche – an der Piazza Caduti, die  nach  dem  –  nur von  der  Hauptstraße  im  Osten  aus  sichtbaren  –  Kriegerdenkmal  benannt  ist.  Der  Platz  ist  der  historische  Mittelpunkt  von Gardone Sopra.  Er wird von der barokken  Fassade  überragt.  Benannt nach dem   heiligen  Bischof  Nikolaus. Herrlich ist es Sonntag mittags – wenn die Familien zur Kirche gehen – im „Sonntagskleid“ und nachher dann auf der Piazza zum Aperitivo oder Pranzo gehen – das italienische Mittagessen gehen – was sich dann auch gerne mal bis zum späten Nachmittag ausdehnen kann.

Gegenüber befindet sich der spektakuläre Bau des Dichters Gabriele d’Annunzio Dichter Schriftsteller und Soldat- Er war auch ein italienischer Natio­nalist und be­für­wortete den Eintritt Italiens in den Ers­ten Welt­krieg, in dem er sich auch persönlich als „Coman­dante“ an Kampf­handlungen be­teiligte

Am 1. Februar 1921 mietete D’Annunzio die ehemalige Villa des Kunsthistorikers Henry Thode, die von der italienischen Regierung als Feindgut beschlagnahmt worden war. Ende Oktober erwarb er das Anwesen.

Ende 1922 bis Anfang 1923 erweiterte D’Annunzio dieVilla und den Garten. Der Villa gab er den Namen Prioria und den Teil des Gartens, in dem vorher eine Reihe von Gedenksäulen aufgestellt wurden, benannte er Il Vittoriale, Finanziell unterstützt wurde er zu dieser Zeit durch die italienische Regierung,

In den Jahren 1924 und 1925 trafen die größeren militärischen Ausstellungsstücke ein: Das Flugzeug mit dem D’Annunzio gegen Ende des Ersten Weltkriegs am Flug über Wien teilnahm, ein Torpedoboot, das Vorschiff des Panzerkreuzers Puglia und ein Wasserflugzeug – alles ist heute noch zu bestaunen.

Im Juni 1926 wurde ein Institut zur Herausgabe der gesammelten Werke des Dichters gegründet und D’Annunzio erhielt zehn Millionen Lire, womit er den weiteren Ausbau des Vittoriale finanzierte. Es begannen die Arbeiten zum Bau des Archivgebäudes und der Laubengänge. In den Jahren bis 1929 wurden weitere Zimmer umgestaltet und eingerichtet. 1930 wurde das Gelände auf seine heutige Größe von neun Hektar erweitert.

Bis zu seinem Tod im Jahr 1938 entwickelte D’Annunzio gemeinsam mit seinem Architekten Maroni weitere Pläne, die teilweise erst nach seinem Tod umgesetzt wurden. Das Freilichttheater wurde 1953 fertiggestellt, das Mausoleum 1955 und das Kriegsmuseum im Juni 2000.

Das gesamte Areal ist absolut sehenswert und man sollte sich schon einen Vormittag dazu Zeit nehmen.

Im Sommer finden im Freilichttheater zahlreiche Veranstaltungen statt- man sitzt auf den Stufen – geniesst die Kunst mit Blick auf den See.

Wir laufen weiter gemütlich den Berg runter auf halber Höhe an der evangelischen Kirche von Gardone vorbei

unten angekommen gleich die nächsten Sehenswürdigkeiten

Villa Fiordaliso ein geschichtsträchtige, neoklassizistische Gebäude, das 1903 erbaut wurde, beherbergte einst Claretta Petacci, die Geliebte Mussolinis. Heute ist es ein exklusives kleines Hotel. Ein toller Garten führt zum See – das Restaurant ist im Sommer unter dem weissen Zelt und seien Aperitiv kann man herrlich auf dem Steg mit fantastischem Blick geniessen

Der Torre de San Marco gleich nebendran

früher als Bootshaus für die Villa Alba genutzt – es stand auch das Boot von d’Annunzio lange Zeit im Hafen – bevor es in den Vittoriale kam – heute gehört es mit zum Fiordaliso mit einer kleinen Bar oder für grosse Feste zu mieten

Villa Alba

Die Villa Alba wurde im Auftrag von dem Fabrikanten Richard Langensiepen erbaut. Es war gedacht, die Sommermonate in Gardone zu verbringen. Das Monumentalgebäude war reiner Privatbesitz der Familie.

Weiter geht es Richtung Gardone ins kleine Städtchen- vorbei an Gärten und Villen

Angekommen im Städtchen trifft man zuerst auf das Grand Hotel von Gardone

ein paar Tage im schönen Gardone zu bleiben schaut rein

und zwischendrin

eine Schifffahrt ist eine tolle Gelegenheit die herrliche Landschaft und die Städtchen zu erkunden -diese tollen Bilder habe ich geschickt bekommen –

der Anfang ist in Gardone – dann geht es über Salo – an der Isola del Garda vorbei – dann nach Bardolino – Lazise und runter bis Sirmione

auf der Schifffahrt zu sehen die Isola del Garda – kann man von Gardone aus sehen und mit dem Boot hinfahren – auch sehr geschichtsträchtig

auf ihrer Seite Isola del Garda berichten sie über die Insel – hier ein paar Auszüge:

Die Gardainsel – heute Privateigentum der Familie Cavazza – bekam im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Namen, die fast immer an die Namen der verschiedenen Besitzer gebunden waren: Insula Cranie, Insel der Mönche, Insel Lechi, Insel Scotti, Insel de’ Ferrari und später Insel Borghese.​Die Insel wurde zu einem wichtigen geistlichen Meditationszentrum, das berühmte Persönlichkeiten beherbergte, wie z.B. Pater Francesco Licheto, der aus der adligen Familie Lechi von Brescia stammte. Dieser gründete hier ab 1470 eine Theologie- und Philosophieschule. Der Tod von Pater Francesco Licheto bedeutete den Beginn einer Verfallszeit für die Religionsgemeinde der Insel. Von 1685 bis 1697 wurde sie zu einem Kloster für die Novizien, wohin sich die Mönche zurückzogen.​ Im Jahre 1797 wurde das schon uralte Kloster von Napoleon, der mit der zisalpinischen Republik ein Eigentumsrecht auf die Insel erwarb, endgültig geschlossen. Später ging die Insel in den Besitz der Domäne über und in den folgenden Jahren hatte sie verschiedene Besitzer: Gian Battista Conter (1800), die Brüder Benedetti aus Portese (1803), Giovanni Fiorentini aus Mailand (1806) und der Graf Luigi Lechi aus Brescia (1817). Luigi Lechi ließ wichtige Renovierungs- und Bauarbeiten ausführen und zwanzig Jahre später überließ er die Insel seinem Bruder Theodor, einem ehemaligen General des napoleonischen Heers, der weitere Änderungen vornahm und Terrassen vor dem Haus hinzufügen ließ. ​ m Jahr 1860 wurde die Insel vom Staat enteignet und dem Heer zugeteilt. Die Idee, eine Festung bauen zu lassen, wurde aber aufgegeben und es wurde beschlossen, die Insel zu versteigern. So wurde die Insel dem Baron Scotti zugeschlagen, der sie im Jahre 1870 dem Herzog Gaetano de Ferrari aus Genua und seiner Frau, der russischen Erzherzogin Maria Annenkoff, verkaufte. Zwischen 1880 und 1900 widmeten sich die neuen Besitzer der Planung und der Ausführung des Parks. Sie ließen Eindämmungsmauern am See errichten und fruchtbare Erde und exotische Pflanzen auf die Insel bringen. Der Palast wurde mit Terrassen im italienischen Stil bereichert, die mit ausgefeilten Hecken und Blumenbüschen geschmückt wurden. Vor dem Tod des Herzogs im Jahre 1893 entwarfen sie zusammen den Plan eines Palastes, der an der Stelle des alten Lechi Hauses gebaut werden sollte.  Die Villa im neogotisch-venezianischen Stil, die vom Architekten Luigi Rovelli geplant wurde, wurde zwischen 1890 und 1903 gebaut. Nach dem Tod der Erzherzogin wurde die Insel von der Tochter Anna Maria geerbt, die später den Prinzen Scipione Borghese aus Rom heiratete. Anna Maria vergötterte die Insel, pflegte den Park und die Familienerinnerungen und wohnte hier bis ans Ende ihres Lebens.Als der Prinz im Jahre 1927 starb, wurde die Insel von der Tochter Livia geerbt, die mit dem Grafen Alessandro Cavazza aus Bologna verheiratet war. Diese hielten die Insel in einem sehr gutem Zustand und hinterließen sie dann ihrem Sohn Camillo, der sie wiederum seiner Frau Charlotte und seinen sieben Kindern vererbte. Diese kümmern sich bis zum heutigen Tage mit Leidenschaft um den Park und den Palast, den sie bewohnen.

Genug Geschichte – fahren wir langsam weiter fort im Südwesten

Desenzano

im äussersten Südwesten vom See – kommt man gerne dran vorbei wenn man zur Autostrada fährt und dann ist es ein Muss einen Bummel durch Desenzano zu machen.

Wunderschön ist es am Hafen – den neu angelegten und wenn man mit einem kleinen Boot ankommt – unter der Brücke durch in den alten Hafen – manchmal findet man auch einen Anlegeplatz für sein Bötchen. Im kleinen Hafen sind rundherum Restaurants und Bars – sodass man sein und die anderen Boote beobachten kann.

Ein Bummel durch die Altstadt mit ihren vielen schönen Geschäften und dann natürlich anschliessend einen Drink in den Arkaden und dem Treiben zuschauen

genau im Süden gelegen die Stadt

Sirmione

das darf man nicht im Hochsommer zu Ferienzeiten hin dann ist Sirmione völlig überlaufen – weil es eben ein nettes Städtchen ist.

Von Seeseite kommend kann man von weitem schon die GRotte des Catull erkennen- die Ruinen einer römischen Villa, die im 1. Jahrhundert nach Christus am nördlichen Ende der Halbinsel von Sirmione  erbaut wurde. Die Villa wurde auf den Überresten älterer Vorgängergebäude aus dem ersten vorchristlichen Jahrhundert errichtet. Die Grotten des Catull gelten als größte und besterhaltene Überreste einer römischen Villa im nördlichen Italien. Das Gebäude bedeckte ein Areal von 167 Metern Länge und 105 Metern Breite. Über drei Geschosse umfasste es eine Fläche von etwa 20.000 Quadratmetern. Der Haupteingang lag auf der Südseite, auf der sich auch die Badeanlagen befanden. Die Längsseiten waren mit überdeckten Veranden ausgestattet, die Panoramaterrasse auf der Nordseite bot einen Blick auf den See.

Da haben wir auch wieder eine sehr gut erhaltene Scaligerburg – mit Hafenbecken und einer Ringmauer – dienten zum Schutz gegen Angreifer – noch heute führt eine Brücke über den Wassergraben in das Zentrum mit seinen vielen Eisläden – Restaurants und herrlichen Shops.

Peschiera

wenn man weiter rum Richtung Osten fährt kommt man nach Peschiera – am Südostufer gelegen an der Stelle, an der der Mincio, der einzige Abfluss des Gardasees, den See verlässt.

Die sternförmig angelegte Festung von Peschiera ist die größte Militäranlage des Gardasees und der Regionen in dessen Umgebung. Ihre Ursprünge gehen wahrscheinlich bis in die römische Antike zurück. Danach haben die Skaliger hier eine Burg errichtet, die von den Venezianern zu einem mächtigen Bollwerk ausgebaut und unter Napoleon sowie im 19. Jahrhundert von den Österreichern nochmals erweitert wurde. Die gigantische Festung liegt – strategisch genau positioniert – mitten im Fluss Mincio, der mit dem Po einen durchgehenden Wasserweg bis zur Adria bildet. Weite Teile der Befestigungsanlage sind heute noch immer Sperrgebiet, vieles ist verfallen und überwuchert.

Etws südlich vom Gardasee gibt es ein wunderschönes Ausflugsziel

Vallegio sul Mincio

Man fährt am besten von Peschiera entlang dem Fluss Mincio in Richtung Mantua nach Valeggio.

Vallegio ist ein kleines entzückendes ruhiges Örtchen – aber besonders berühmt für seien Kürbis-Tortellini. Angeblich stammt das Originalrezept der köstlichen Tortellini di Valeggio, die auch „nodo d’amore“, also Knoten der Liebe, genannt werden. Diesem Leckerbissen ist sogar ein eigenes Fest gewidmet, das immer am dritten Dienstag im Juni stattfindet. Zur Festa del Nodo d’Amore werden auf der Brücke schier endlose Tischreihen aufgestellt.

Um diese Liebesknoten rangt sich die Legende

Einst lebten im Wasser des Flusses Mincio wunderschöne Nymphen, die liebend gerne ans Land gingen. Allerdings waren sie mit einem Fluch belegt, der ihnen dies nur in der Gestalt von hässlichen Hexen ermöglichte. Der Hauptmann der Visconti-Truppen Malco erspähte diese Kreaturen eines Abends und folgte ihnen voller Faszination. Auf dem Weg aber verlor die Nymphe Silvia ihren Hexenmantel, und Malco erblickte sie in ihrer wahren Natur. Die beiden verfielen einer heftigen Leidenschaft und beim Abschied übergab Silvia ihrem Geliebten ein goldenes geknotetes Seidentuch als Zeichen ihrer Liebe. 

Am folgenden Abend fand ein rauschendes Fest statt, bei dem Malco zu seiner Verblüffung seine Silvia unter den Tanzenden erblickte. Die Liebe hatte den Fluch besiegt. Ihr Glück währte allerdings nicht lange, da die Kusine des Visconti-Fürsten Isabella in Malco verliebt war und Silvia aus Eifersucht denunzierte. Malco gelang es Silvia zur Flucht zu verhelfen, er wurde dabei jedoch selber hinter Gitter gebracht. Noch in derselben Nach schlich sich Silvia zu ihm und in ihrer Verzweiflung entschlossen sich die beiden, der Welt der Menschen für immer den Rücken zu kehren. So verschwanden sie in den Tiefen des Flusses Mincio und lebten nunmehr glücklich zusammen im Reich der Nymphen. Das goldene geknotete Seidentüchlein blieb als Zeuge ihrer ewigen Liebe zurück. “ ( aus https://www.garda-see.com/themen/genuss/kulinarische-veranstaltungen/festa-del-nodo-damore)

Borghetto sul Mincio

Das ehemalige Festungsdorf  Borghetto di Valeggio liegt nahe der berühmten Brücke Ponte Visconteo, mitten am, oder besser im Fluss Mincio. Borghetto mit seinen engen Gassen erweckt noch immer – fern des Massentourismus – den Eindruck eines unverbauten historischen Dorfes.

Direkt am Flussufer befindet sich eines der traditionsreichsten Lokale der Region, die Antica Locanda sul Mincio, wo man elegant unter riesigen Bäumen im Schatten und direkt am Fluss speist. Auch weitere Cafés befinden sich direkt am Wasser und laden gerade im Sommer zum Verweilen ein. Im Dorf befinden sich viele altertümliche Handwerksläden .

Nun aber weiter rum um den See

auf der Ostseite

Lazise

Tief in die engen Gässchen und kleinen Plätze zieht sich das schmale Hafenbecken mit seiner belebten Uferpromenade hinein. Hier reihen sich gemütliche Restaurants, Bars und Cafes aneinander. In den bunten Häuserzeilen des alten Ortskernes lässt es sich hervorragend bummeln und shoppen und auch abends ist in Lazise immer was los.

Man mag es heute kaum glauben aber laut Wikipedia war Lazise immer schon Mittelpunkt kriegerischer Auseinandersetzungen. Der heutige Fischerhafen, der zur damaligen Zeit als Liegeplatz der venezianischen Galeeren und Boote galt, welche die Aufgabe hatten, das Veroneser Süd-Ostufer zu bewachen und zu beschützen, diente einst als Kriegshafen. Erst durch die Scaliger – die mit den Burgenbau am See – verwandelte sich die heutige Altstadt in ein Bollwerk, das der Verteidigung der errichteten Waffenlager diente.Im Mai 1509 unterlag das venezianische Heer in kriegerischen Auseinandersetzungen bei Agnadello. Nach neuesten Erkenntnissen soll der Kapitän die gesamte Flotte mit Steinen beschwert, in Brand gesetzt und schließlich versenkt haben. Vor dem neuen Hafen von Lazise befindet sich in etwa 500 Meter Entfernung vom Ufer in einer Tiefe zwischen 24 Metern und 27 Metern das Wrack der im 16. Jahrhundert gesunkenen Galeere, sie hat eine Größe von 30 Metern Länge und 3 Metern Breite.

Im alten Hafen wo gemütlich die Fischerboote dümpeln befindet sich noch die alte Zollstation – diente anfangs als Stützpunkt zur Herstellung von Schiesspulver und später zur Kontrolle des Import und Export aus und nach Venetien. Hier befindet sich auch die kleine Kirche St. Nicolo – sie wurde im 12. Jahrhundert von den am Hafen lebenden Einwohnern errichtet und dem Heiligen Nikolaus, der im Mittelalter als Patron der Gewässer und Seefahrer galt geweiht. 

Die sechstürmige Scaligerburg ist eine der besterhaltensten Festungsanlagen am Gardasee und durch die noch erhaltene Stadtmauer kommt man ganz nostalgisch in die Altstadt.

Punta San Vigilio

Eine kleine Landzunge zwischen Garda und Torri auf ihr stehen die Villa Guarienti di Brenzone, der Locanda San Vigilio mit einer Kirche gleichen Namens und einem kleinen Hafen welcher mit Boot anzufahren ist und man kann herrlich auf dem langgezogenen Steg sitzen – dem Anlegen der Boote zusehen – und kleine Köstlichkeiten essen und trinken.

Wenn man möchte kann man in der wunderschönen Locanda herrlich übernachten

Im Norden schließt sich die Baia delle Sirene– die  Bucht der Sirenen an, eine kleine Badebucht.

Fortsetzung folgt

Wer gerne mitmachen möchte und noch schöne Fotos hat bitte schicken bistro.bonvoyage@gmail.com